{"id":226820,"date":"2023-03-12T04:42:26","date_gmt":"2023-03-12T08:42:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.crystalclutch.com\/how-do-catholics-celebrate-christmas\/"},"modified":"2025-08-01T06:31:13","modified_gmt":"2025-08-01T10:31:13","slug":"how-do-catholics-celebrate-christmas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.crystalclutch.com\/de\/how-do-catholics-celebrate-christmas\/","title":{"rendered":"Das Weihnachtsfest bei Katholiken: Riten und Traditionen"},"content":{"rendered":"<p>Weihnachten ist f\u00fcr Katholiken weit mehr als nur eine Zeit des Geschenkeaustauschs oder festlicher Mahlzeiten; es ist das Herzst\u00fcck des Kirchenjahres, eine tief spirituelle Feier der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Die Geburt des Herrn in Bethlehem ist das zentrale Ereignis, das die Hoffnung auf Erl\u00f6sung und Frieden in die Welt bringt. Katholiken n\u00e4hern sich diesem Fest mit einer Mischung aus ehrf\u00fcrchtiger Vorbereitung, liturgischer Feier und tief verwurzelten famili\u00e4ren Traditionen, die sich \u00fcber Wochen erstrecken und weit \u00fcber den eigentlichen Weihnachtstag hinausreichen. Es ist eine Zeit der Besinnung, der Freude und des Innehaltens, die Gl\u00e4ubige weltweit auf einzigartige Weise verbindet.<\/p>\n<h3>1. Die Vorbereitungszeit: Advent und die spirituelle Einstimmung<\/h3>\n<p>Die Weihnachtsfeier beginnt f\u00fcr Katholiken nicht erst am 24. oder 25. Dezember, sondern bereits vier Wochen zuvor mit dem Beginn des Advents. Der Advent, abgeleitet vom lateinischen \u201eadventus\u201c (Ankunft), ist eine Zeit der Erwartung und der inneren Vorbereitung auf die Ankunft Jesu Christi. Er hat eine doppelte Bedeutung: Einerseits erinnert er an die historische Geburt Jesu vor \u00fcber 2000 Jahren, andererseits lenkt er den Blick auf die Wiederkunft Christi am Ende der Zeiten.<\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr den Advent sind bestimmte Br\u00e4uche und liturgische Elemente:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Der Adventskranz:<\/strong> Er ist ein fester Bestandteil vieler katholischer Haushalte und Kirchen. Vier Kerzen, eine f\u00fcr jeden Adventssonntag, werden nacheinander entz\u00fcndet, was das fortschreitende Licht symbolisiert, das mit der Ankunft Christi zunimmt. Oft ist eine Kerze rosa (Gaudete-Sonntag), die anderen drei sind violett, die liturgische Farbe des Advents, die Bu\u00dfe und Besinnung symbolisiert.<\/li>\n<li><strong>Der Adventskalender:<\/strong> Er hilft besonders Kindern, die verbleibenden Tage bis Weihnachten herunterzuz\u00e4hlen und die Vorfreude zu steigern. H\u00e4ufig gibt es auch Kalender mit biblischen Botschaften oder Bildern, die zur geistlichen Vorbereitung anregen.<\/li>\n<li><strong>Roratemessen:<\/strong> Dies sind fr\u00fchmorgendliche Messen im Kerzenschein, die die Erwartung des Lichtes symbolisieren, das in die Welt kommt. Sie finden oft vor Sonnenaufgang statt und sind eine besonders stimmungsvolle Form der Gottesdienstfeier im Advent.<\/li>\n<li><strong>Das Bu\u00dfsakrament:<\/strong> Viele Katholiken nutzen die Adventszeit, um das Sakrament der Vers\u00f6hnung (Beichte) zu empfangen, um sich innerlich auf die Geburt Jesu vorzubereiten und mit Gott und den Mitmenschen vers\u00f6hnt in das Weihnachtsfest zu gehen.<\/li>\n<li><strong>Nikolaustag (6. Dezember):<\/strong> Obwohl nicht direkt Teil der Weihnachtszeit, markiert der Nikolaustag, der an den Heiligen Nikolaus von Myra erinnert, den Beginn der vorweihnachtlichen Feierlichkeiten, insbesondere f\u00fcr Kinder, die ihre Stiefel putzen und mit kleinen Gaben gef\u00fcllt vorfinden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Adventszeit ist somit eine Periode der inneren Einkehr, des Gebets und der N\u00e4chstenliebe, die die Gl\u00e4ubigen darauf vorbereitet, das Geheimnis der Menschwerdung Christi in seiner ganzen Tiefe zu erfassen.<\/p>\n<h3>2. Die Weihnachtszeit beginnt: Heiliger Abend (24. Dezember)<\/h3>\n<p>Der 24. Dezember, der Heilige Abend, ist kulturell der wichtigste Abend der Weihnachtsfeierlichkeiten in vielen deutschsprachigen L\u00e4ndern, auch f\u00fcr Katholiken, obwohl die eigentliche liturgische Feier des Weihnachtstages erst mit der Christmette beginnt. An diesem Abend versammeln sich Familien, um gemeinsam zu essen, Geschenke auszutauschen und sich auf die Geburt Jesu einzustimmen.<\/p>\n<p>Einige zentrale Br\u00e4uche und Rituale des Heiligen Abends sind:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Das Aufstellen der Weihnachtskrippe:<\/strong> In vielen katholischen Familien wird die Krippe, oft \u00fcber Generationen weitergegeben, festlich aufgestellt. Das Jesuskind wird aber erst nach der Christmette oder am Morgen des 25. Dezembers in die Krippe gelegt.<\/li>\n<li><strong>Das Schm\u00fccken des Weihnachtsbaumes:<\/strong> Der Tannenbaum, urspr\u00fcnglich ein heidnisches Symbol, wurde christianisiert und steht heute f\u00fcr das Leben und die Herrlichkeit Gottes. Er wird oft mit Lichtern, Kugeln und Engeln geschm\u00fcckt.<\/li>\n<li><strong>Gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern:<\/strong> Lieder wie &quot;Stille Nacht, Heilige Nacht&quot;, &quot;O Tannenbaum&quot; oder &quot;Alle Jahre wieder&quot; geh\u00f6ren fest zum Heiligen Abend.<\/li>\n<li><strong>Das Gebet und die Weihnachtsgeschichte:<\/strong> Oft wird vor der Bescherung die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium vorgelesen und ein gemeinsames Gebet gesprochen.<\/li>\n<li><strong>Die Christmette:<\/strong> F\u00fcr Katholiken ist die Christmette, die Mitternachtsmesse am Heiligen Abend, der eigentliche Beginn des Weihnachtsfestes. Sie feiert die Geburt Jesu und ist oft eine der am besten besuchten Messen des Jahres. Die festliche Stimmung, die feierlichen Ges\u00e4nge und die Predigt \u00fcber die Botschaft des Friedens und der Freude machen sie zu einem H\u00f6hepunkt der Weihnachtsfeier.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Obwohl der 24. Dezember kulturell im Vordergrund steht, ist aus liturgischer Sicht die Christmette der \u00dcbergang vom Advent zur eigentlichen Weihnachtszeit.<\/p>\n<h3>3. Christtag (25. Dezember): Der H\u00f6hepunkt der Feierlichkeiten<\/h3>\n<p>Der 25. Dezember, der Christtag oder Erste Weihnachtsfeiertag, ist aus liturgischer Sicht der eigentliche Weihnachtstag und das Hochfest der Geburt des Herrn. An diesem Tag feiern Katholiken die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus in besonderer Weise. Es ist ein Hochfest mit drei m\u00f6glichen Messen, die jeweils eine andere Facette der Geburt Jesu beleuchten:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Messe in der Nacht (Christmette):<\/strong> Betont die Geburt im Dunkel der Nacht, das Kommen des Lichtes in die Welt.<\/li>\n<li><strong>Messe am Morgen (Hirtenmesse):<\/strong> Fokussiert auf die Hirten, die als Erste Zeugen der Geburt waren und die Botschaft weitergaben.<\/li>\n<li><strong>Messe am Tag:<\/strong> Konzentriert sich auf die theologische Bedeutung der Menschwerdung Jesu als ewiger Sohn Gottes.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Christtag ist oft ein ruhigerer, besinnlicherer Tag als der Heilige Abend. Im Mittelpunkt stehen der Gottesdienstbesuch und das gemeinsame Festmahl mit der Familie. Viele Familien haben spezifische traditionelle Gerichte, die an diesem Tag serviert werden, wie G\u00e4nsebraten, Karpfen oder Weihnachtsstollen. Im Gegensatz zum 24. Dezember, an dem oft die Geschenke ausgetauscht werden, liegt der Fokus des 25. Dezember mehr auf der spirituellen Bedeutung des Festes und dem famili\u00e4ren Beisammensein.<\/p>\n<p>Die liturgische Farbe des Weihnachtsfestes ist Wei\u00df, die Reinheit, Freude und Festlichkeit symbolisiert. Die Kirchen sind festlich geschm\u00fcckt, oft mit gro\u00dfen Weihnachtsb\u00e4umen und aufwendigen Krippen.<\/p>\n<table class=\"table table-striped table-bordered\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"text-align: left;\">Aspekt<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\">Heiliger Abend (24. Dezember) \u2013 Kulturell<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\">Christtag (25. Dezember) \u2013 Liturgisch<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\"><strong>Bedeutung<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Kultureller Beginn des Festes, Familienabend, Bescherung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Hochfest der Geburt des Herrn, liturgischer H\u00f6hepunkt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\"><strong>Hauptfokus<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Famili\u00e4res Beisammensein, Geschenke, Einstimmung<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Feier der Menschwerdung Gottes, Gottesdienst<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\"><strong>Liturgischer Status<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Vorabend des Hochfestes (Vigil)<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Hochfest der Geburt des Herrn<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\"><strong>Kirchenbesuch<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Oft Mitternachtsmesse (Christmette)<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Festtagsgottesdienste tags\u00fcber<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\"><strong>Br\u00e4uche<\/strong><\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Weihnachtsbaum schm\u00fccken, Bescherung, Krippe aufstellen<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Festmahl, ruhigeres Beisammensein, Krippenbesuch<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>4. Die Weihnachtsoktav und die Epiphanie<\/h3>\n<p>Die Weihnachtsfeierlichkeiten enden f\u00fcr Katholiken nicht am 25. Dezember, sondern erstrecken sich \u00fcber eine l\u00e4ngere Periode. Die acht Tage nach dem Christtag bilden die sogenannte Weihnachtsoktav, in der das Fest der Geburt des Herrn weiter gefeiert wird. Jeder Tag der Oktav hat seine eigene liturgische Bedeutung und erinnert an wichtige Heilige oder Ereignisse im Umfeld der Geburt Jesu:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>26. Dezember (Zweiter Weihnachtsfeiertag):<\/strong> Gedenkt des Heiligen Stephanus, des ersten M\u00e4rtyrers. In vielen L\u00e4ndern ist dies ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag.<\/li>\n<li><strong>27. Dezember:<\/strong> Gedenkt des Heiligen Johannes, Apostel und Evangelist.<\/li>\n<li><strong>28. Dezember:<\/strong> Gedenkt der Unschuldigen Kinder (Kindermord von Bethlehem).<\/li>\n<li><strong>Sonntag innerhalb der Oktav:<\/strong> Hochfest der Heiligen Familie (Jesus, Maria und Josef).<\/li>\n<li><strong>1. Januar (Neujahr):<\/strong> Hochfest der Gottesmutter Maria und Weltfriedenstag. Dies ist der achte Tag der Weihnachtsoktav und schlie\u00dft sie ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der gesamte Weihnachtsfestkreis endet jedoch offiziell erst am Fest der Taufe des Herrn (normalerweise der Sonntag nach Epiphanie). Besonders wichtig ist dabei das Hochfest der Erscheinung des Herrn, besser bekannt als Heilige Drei K\u00f6nige.<\/p>\n<p><strong>Heilige Drei K\u00f6nige (Epiphanie, 6. Januar):<\/strong><br \/>\nDieses Fest erinnert an die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern folgten, um den neugeborenen K\u00f6nig der Juden anzubeten und ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe zu opfern. Es symbolisiert die Offenbarung Jesu Christi als Erl\u00f6ser f\u00fcr alle V\u00f6lker.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Sternsingeraktion:<\/strong> In vielen katholischen Gemeinden ziehen Kinder und Jugendliche als &quot;Sternsinger&quot; von Haus zu Haus, singen Lieder, segnen die H\u00e4user mit dem Segensspruch &quot;C+M+B&quot; (Christus Mansionem Benedicat \u2013 Christus segne dieses Haus) und sammeln Spenden f\u00fcr Hilfsprojekte, insbesondere in der Dritten Welt. Dies ist eine der gr\u00f6\u00dften Spendenaktionen von Kindern f\u00fcr Kinder weltweit und ein lebendiger Ausdruck des katholischen Glaubens.<\/li>\n<li><strong>Weihwasser und Kreide:<\/strong> Oft werden an diesem Tag in der Kirche Weihwasser und Kreide geweiht, die die Gl\u00e4ubigen mit nach Hause nehmen, um ihre H\u00e4user zu segnen.<\/li>\n<\/ul>\n<table class=\"table table-striped table-bordered\">\n<thead>\n<tr>\n<th style=\"text-align: left;\">Datum<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\">Liturgischer Name<\/th>\n<th style=\"text-align: left;\">Bedeutung\/Tradition<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">1. Adventssonntag<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Beginn des Advents<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Start der Vorbereitungszeit, erste Kerze am Adventskranz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">6. Dezember<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Nikolaustag<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Gedenkt des Heiligen Nikolaus, kleine Gaben f\u00fcr Kinder<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">24. Dezember<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Heiliger Abend, Christmette<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Kulturelles Familienfest, Beginn der liturgischen Weihnachtszeit<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">25. Dezember<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Hochfest der Geburt des Herrn (Christtag)<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">H\u00f6hepunkt der Weihnachtsfeier, liturgische Hauptmesse<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">26. Dezember<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Hl. Stephanus (Zweiter Weihnachtsfeiertag)<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Gedenken des ersten M\u00e4rtyrers, Ausklang des Familienfestes<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">1. Januar<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Hochfest der Gottesmutter Maria<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Abschluss der Weihnachtsoktav, Weltfriedenstag<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">6. Januar<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Erscheinung des Herrn (Heilige Drei K\u00f6nige)<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Anbetung der Weisen, Sternsingeraktion, H\u00e4usersegen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Sonntag nach Epiphanie<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Taufe des Herrn<\/td>\n<td style=\"text-align: left;\">Abschluss des liturgischen Weihnachtsfestkreises<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>5. Traditionen und Br\u00e4uche: Eine kulturelle und spirituelle Mischung<\/h3>\n<p>Katholische Weihnachtsfeierlichkeiten sind reich an Traditionen und Br\u00e4uchen, die oft regionale Unterschiede aufweisen und eine Mischung aus tief religi\u00f6sen und volkst\u00fcmlichen Elementen darstellen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Die Weihnachtskrippe:<\/strong> Sie ist das wohl wichtigste visuelle Symbol der katholischen Weihnacht. Von einfachen Krippen in Haushalten bis zu aufwendigen, oft mechanisierten Krippenlandschaften in Kirchen \u2013 sie stellen die Szene der Geburt Jesu dar und laden zur Meditation \u00fcber das Wunder der Menschwerdung ein. In manchen Regionen gibt es sogar Krippenwege oder Krippenausstellungen.<\/li>\n<li><strong>Weihnachtslieder:<\/strong> Die katholische Tradition hat eine F\u00fclle wundersch\u00f6ner Weihnachtslieder hervorgebracht, die nicht nur in Gottesdiensten, sondern auch in den Familien gesungen werden. Viele dieser Lieder erz\u00e4hlen die Weihnachtsgeschichte oder dr\u00fccken die Freude \u00fcber die Geburt Christi aus.<\/li>\n<li><strong>Weihnachtsm\u00e4rkte:<\/strong> Obwohl sie haupts\u00e4chlich in der Adventszeit stattfinden, tragen die Weihnachtsm\u00e4rkte mit ihrem Lichterglanz, D\u00fcften und handwerklichen Produkten ma\u00dfgeblich zur vorweihnachtlichen Stimmung bei. Sie sind Orte der Begegnung und des Einstimmens auf das Fest.<\/li>\n<li><strong>Festliches Essen:<\/strong> Die Weihnachtszeit ist auch kulinarisch gepr\u00e4gt. Regionale Spezialit\u00e4ten wie Christstollen, Lebkuchen, G\u00e4nsebraten, Karpfen oder W\u00fcrstchen mit Kartoffelsalat variieren stark, sind aber feste Bestandteile der Feiertage. Das gemeinsame Essen symbolisiert die Gemeinschaft und die Freude am Fest.<\/li>\n<li><strong>N\u00e4chstenliebe und soziales Engagement:<\/strong> Die Botschaft der Liebe und des Friedens, die Weihnachten innewohnt, motiviert viele Katholiken zu besonderem sozialen Engagement. Spendenaktionen, die Unterst\u00fctzung Bed\u00fcrftiger, der Besuch von Kranken und Einsamen oder die Mitarbeit in karitativen Projekten sind Ausdruck der christlichen N\u00e4chstenliebe in der Weihnachtszeit. Die Sternsingeraktion ist hierf\u00fcr ein herausragendes Beispiel.<\/li>\n<li><strong>Weihnachtssegen:<\/strong> Familien versammeln sich oft um die Krippe oder den Weihnachtsbaum, um gemeinsam zu beten, die Weihnachtsgeschichte zu lesen und einen Segen f\u00fcr das Haus und die Familie zu sprechen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Traditionen helfen den Gl\u00e4ubigen, sich nicht nur kulturell, sondern auch spirituell mit dem Geheimnis der Weihnacht zu verbinden und die Botschaft der Hoffnung und des Friedens in die Welt zu tragen.<\/p>\n<p>Weihnachten ist f\u00fcr Katholiken ein Fest der tiefen Freude und Besinnung, das sich \u00fcber mehrere Wochen erstreckt. Von der erwartungsvollen Adventszeit \u00fcber die festliche Christmette und den besinnlichen Christtag bis hin zur feierlichen Epiphanie ist die gesamte Periode reich an spirituellen Bedeutungen und liebenswerten Traditionen. Im Kern geht es darum, die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus zu feiern \u2013 das Licht, das in die Dunkelheit kommt, die Hoffnung, die in die Welt geboren wird. Es ist eine Zeit, die die Gemeinschaft in der Familie und in der Pfarrei st\u00e4rkt, zur N\u00e4chstenliebe aufruft und die Botschaft des Friedens auf Erden erneuert. F\u00fcr Katholiken ist Weihnachten somit nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern eine fortw\u00e4hrende Einladung, die Liebe Gottes in ihrem Leben zu erfahren und weiterzugeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachten ist f\u00fcr Katholiken weit mehr als nur eine Zeit des Geschenkeaustauschs oder festlicher Mahlzeiten; es ist das Herzst\u00fcck des Kirchenjahres, eine tief spirituelle Feier der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Die Geburt des Herrn in Bethlehem ist das zentrale Ereignis, das die Hoffnung auf Erl\u00f6sung und Frieden in die Welt bringt. 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